Programm
Sa 26.09.09
Soundquake
DeeBuzz Muzik
RUDE 7 | music & culture
Industriestraße 7c | Mannheim Neckarstadt
Start 23 Uhr | Eintritt 7 EUR
Der Name Sound Quake entstand erst als im Sommer 1994 Bimma und Zuke die zweite Reise nach Jamaica machten. Zum einen wollten sie neue Platten kaufen zum anderen wollten sie eventuell ein Dubplate aufnehmen. Dubplates sind spezielle Platten, Kunststoff Acetate, auf denen Künstler das jeweilige Soundsystem (das genug Geld bezahlt!) als das "beste der Welt" besingen. Als Soundsystem braucht man also einen Namen, nach ein paar schlaflosen Nächten hatte Rappa den Namen Sound Quake in die Runde gebracht, auf den sich alle einigen konnten. Auf Jamaica wurden dann frische Reggae Singles gekauft und das erste Sound Quake Dubplate konnte im Roof Studio in Ocho Rios aufgenommen werden. Sound Quake hatte sein erstes Aushängeschild, zwar von unbekannten Artists, aber trotzdem gut.
Ein anderes Aushängeschild ist das "Cyber Dread 2000" Logo, das Sascha Eichholz, ein Design Student aus Würzburg, für Sound Quake entworfen hat. Der Sound Quake Schriftzug stammt von Katja Schäfer einer Freundin der drei Quaker, die diesen für einen der ersten Flyer entworfen hatte. Ein großes Problem des jungen Soundsystems ist die Beschaffung der Schallplatten gewesen. Es gab zwar einige auf Reggae spezialisierte Schallplattenläden in Deutschland, diese hatten aber meist nur CD´s, LP`s oder 12" Maxis im Angebot, die für Reggae Soundsystems weniger interessant sind. Und da man leider nicht genug Geld hatte um alle paar Wochen nach Jamaica zu fahren, um dort Platten zu kaufen, nutzte man die guten Kontakte, um sich regelmäßig Reggae 7" aus Kingston zuschicken zu lassen. Daran waren auch verschiedene Schallplattenläden in ganz Deutschland interessiert, so dass im Januar 1995 der erste Jamaica 7" Single Großhandel in Kontinentaleuropa eröffnet worden war.
Das hört sich toll an, war aber nur ein ganz kleiner Laden, der nur ein paar hundert Platten pro Woche verkaufen konnte. Für die Dancehall Szene war dies dennoch ein enorm wichtiger Schritt, da nun ein Versorgungsnetz entstand, das Reggae viel zugänglicher für interessierte Leute machte und es somit keine reine Geheimwissenschaft für verschrobene "Underground Freaks" blieb. Natürlich war der Platten Vertrieb auch ein Vorteil für das Sound Quake Soundsystem, da erstens alle aktuellen Platten zur Verfügung standen, und man sich zweitens auch einen Namen außerhalb der Provinz machte. So spielten die Drei sehr bald nicht mehr nur in Detmold, sondern auch in großen Städten wie Hannover, Hamburg und Berlin.
www.soundquake.de






